Studentischer Gender Pay Gap in Nordrhein-Westfalen: geringer als im Bundesdurchschnitt

Das arbeitspolitisch heiß diskutierte Lohngefälle zwischen Männern und Frauen spielt auch am studentischen Jobmarkt eine Rolle. Aktuellen Zahlen der Studienreihe „Fachkraft 2030“ zufolge liegt hier der sogenannte Gender Pay Gap bei einem bundesweiten Lohnvorteil von 5,1 Prozent auf männlicher Seite. Zum Vergleich die Situation in Nordrhein-Westfalen: Dort fällt der Unterschied mit 3,6 Prozent geringer aus – entspricht Platz 7 auf Ebene der Bundesländer. An der Erhebung in Zusammenarbeit mit der Maastricht University hatten im September 2017 rund 18.000 Personen aus ganz Deutschland teilgenommen.

Der Gender Pay Gap gehört seit Jahren zu den heiß diskutierten Wirtschaftsthemen in Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt verdienten Männer 2017 am regulären Arbeitsmarkt rund 21 Prozent mehr als Frauen. Zum Vergleich: Deutlich geringer fällt der Unterschied mit bundesweit 5,1 Prozent auf Ebene von Studentenjobs aus, resultierend aus im Durchschnitt 10,83 Euro Stundenlohn auf männlicher und 10,30 Euro auf weiblicher Seite. Zu diesem Ergebnis kommt die 12. bundesweite Erhebung zur Studienreihe „Fachkraft 2030“, die von Studitemps in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University im September 2017 durchgeführt wurde.

Studentischer Gender Pay Gap in Nordrhein-Westfalen: deutlich unter Bundesdurchschnitt

In Nordrhein-Westfalen verdienen männliche Studierende im Job durchschnittlich 3,6 Prozent mehr als ihre Kommilitoninnen. Damit bewegt sich der studentische Gender Pay Gap dort im bundesweiten Mittelfeld – Platz 7 im Ländervergleich. Dem zugrunde liegt laut Studie „Fachkraft 2030“ ein weiblicher Durchschnittslohn von 10,30 Euro pro Stunde. Entsprechend mehr ist es auf männlicher Seite: im Schnitt 10,67 Euro, ein Unterschied von 37 Cent. „Auch am studentischen Jobmarkt ist der Gender Pay Gap Fakt, er fällt jedoch im Vergleich zum Berufseinstieg eher gering aus – auch mit Blick auf Nordrhein-Westfalen“, fasst Markus Trapp, Temping Director Region Mitte bei Studitemps, zusammen.

Abseits der Lohnrealität wurden die Studierenden in Nordrhein-Westfalen auch gefragt, wie sie die Bezahlung beider Geschlechter bei identischer Tätigkeit subjektiv einschätzen. Konkret: „Glauben Sie, dass bei Ihrem Arbeitgeber weibliche studentische Mitarbeiter anders verdienen als männliche?“ Diesbezüglich gehen gut 91 Prozent der Befragten davon aus, dass beim aktuellen Arbeitgeber geschlechtliche Gehaltsunterschiede keine Rolle spielen. Dagegen betrachten 6,6 Prozent einen Lohnvorteil auf männlicher Seite als sehr wahrscheinlich (weiblich: 8,2 %; männlich: 4,3 %). Einen höheren Lohn aufseiten der weiblichen Studierenden vermuten insgesamt 2,3 Prozent der Teilnehmenden (weiblich: 1,4 %; männlich: 3,6 %).

Gehaltsunterschiede nach studentischen Tätigkeitsfeldern

Bundesweit wurde außerdem ermittelt, wie der studentische Gender Pay Gap hinsichtlich unterschiedlicher Tätigkeitsfelder ausfällt. So ist der Lohnvorteil männlicher Studierender in Bürojobs und dem Feld „Gastronomie / Events“ mit 5,3 Prozent am größten. Es folgen „IT / Software“ und „Marketing / Marktforschung“ mit jeweils 4,7 Prozent. Am geringsten fällt der Lohnunterschied mit 1 Prozent im Tätigkeitsbereich „Logistik / Produktion“ aus.

Weiterführende Informationen: Unter XXX finden Sie ausführliche Ergebnisse zum Thema studentischer Gender Pay Gap – bundesweite und regionalisierte. Ferner ist die Komplettversion der Sonderauswertung „Studentischer Jobmarkt 2018“ auf Anfrage als PDF erhältlich. Neben geschlechtlichen Lohnunterschieden werden hier aus studentischer Perspektive u.a. die Aspekte Mindestlohn und monatliche Mietbelastung thematisiert.

Über die Fachkraft 2030 Studie

Die „Fachkraft 2030″ ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation von Studenten und jungen Absolventen in Deutschland. Die von Constata in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung fand erstmals zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013 statt. Insgesamt wurden in bisher neun Erhebungen über 200.000 Studenten aus ganz Deutschland befragt – zu wiederkehrenden und teils variierenden Themenkomplexen. Die Daten zur Studienreihe werden über Jobmensa erhoben. Hierbei handelt es sich um eine Jobplattform von Studitemps, über die sich bundesweit derzeit etwa [st_var_registrations] Studenten im Monat neu registrieren. Studitemps veröffentlicht einmal pro Jahr die neuesten Fachkraft-2030-Ergebnisse – erhältlich in gebundener Form oder als PDF.

Über Studitemps

Studitemps hat sich als Personaldienstleister auf die Überlassung von Studenten sowie die Vermittlung von Absolventen und Young Professionals spezialisiert. Das im Jahr 2008 von den WHU-Absolventen Benjamin Roos und Andreas Wels gegründete Unternehmen (studitemps.de) ist an 21 Standorten bundesweit vertreten, beschäftigt intern 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeden Monat etwa 6.500 Studierende. Als Betreiber von Jobmensa (jobmensa.de) kann Studitemps auf Deutschlands größte Online-Jobbörse für Studierende als Rekrutierungskanal zurückgreifen, zudem bietet Studitemps mit dem Portal Jobeinstieg (jobeinstieg.de) ein stetig erweitertes Angebot für Absolventen, die eine Vermittlung in Festanstellung suchen. Studitemps übernimmt das komplette Spektrum einer Personaldienstleistung von der Rekrutierung über die Auswahl, den Vertragsabschluss, die Zeiterfassung bis hin zur Lohnabrechnung. Die gesamte Prozesskette wird hierbei Schritt für Schritt digitalisiert, um einfache, schnelle und verlässliche Lösungen für Unternehmen und Arbeitnehmer zu bieten und es diesen zu ermögichen, den Fokus auf das Wesentliche zu legen: die Arbeit selbst. Studenten, Absolventen und Unternehmen haben die Wahl, persönlich vor Ort beraten zu werden oder sämtliche Prozesse digital abzuwickeln.

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