Sachsen-Anhalt droht massive Abwanderung von Hochschulabsolventen

Über 50 Prozent der Studierenden in Rheinland-Pfalz planen den beruflichen Einstieg außerhalb des Landes. Zugleich wird kein anderer Bildungshaushalt in Deutschland durch bevorstehende Migrationsverluste im Bereich von Hochschulabsolventen derart hoch belastet wie der rheinland-pfälzische. Zu diesem Ergebnis kommt die Studienreihe „Fachkraft 2020“, die von STUDITEMPS in wissenschaftlicher Kooperation mit der Maastricht University zweimal pro Jahr veröffentlicht wird. An der neuerlichen Erhebung im September 2013 haben bundesweit rund 19.000 Studierende teilgenommen.

„Wenn de facto über die Hälfte der Berufseinsteiger ein Land verlassen will, kann dies perspektivisch nur zu Lasten ansässiger Arbeitgeber gehen. Die Zahlen sind alarmierend“, fasst Benjamin Roos, Gründer und Geschäftsführer von STUDITEMPS, den Sachverhalt zusammen.

Dabei ist beileibe nicht nur Rheinland-Pfalz betroffen, denn laut der Erhebung haben die meisten Regionen in Deutschland mit einer mehr oder minder starken Abwanderung von Absolventen zu kämpfen. Im diesbezüglichen Ländervergleich belegt Rheinland-Pfalz angesichts des sich abzeichnenden Verlustes von 54 Prozent Rang 14. Die Aufteilung auf einzelne Abschlussarten lautet dabei wie folgt: Bachelor (-73 %), Master (-53 %), Promotion (-50 %).

Daneben konnten im Rahmen der Untersuchung zur Studie Fachkraft 2020 auch die monetären Effekte akademischer Binnenmigration für die jeweiligen Landeshaushalte bemessen werden. Zur Veranschaulichung: Rheinland-Pfalz investiert laut dem Statistischen Bundesamt (2010) pro Kopf 7.300 Euro in die Ausbildung seiner Studierenden. Legt man diesem Betrag die für Rheinland-Pfalz errechnete Absolventen-Abwanderung zugrunde, ergibt sich ein jährlicher Verlust in Höhe von fast 500 Millionen Euro. Kein anderes Bundesland verzeichnet ein höheres Minus – Rang 16. Roos dazu: „Letztlich ist die Situation insbesondere auch in Rheinland-Pfalz paradox: Man investiert nach Kräften in die akademische Ausbildung junger Menschen, um das daraus resultierende Potenzial an Erwerbspersonen in drastischem Maße an andere Länder zu verlieren.“

Die bundesweite Lage: Mit Migrationsgewinn von Absolventen können hierzulande lediglich Hamburg (+216 %), Berlin (+54 %), Bayern (+23 %) und Baden-Württemberg (+20 %) rechnen. Dagegen hat den höchsten Verlust mit einem Minus von 66 Prozent Brandenburg zu verzeichnen. Wer sich hingegen als Absolvent für einen Verbleib oder beruflich bedingten Zuzug nach Rheinland-Pfalz entscheidet, favorisiert als Arbeitsort in der Regel Mainz. Rund 34 Prozent aller sich abzeichnenden Jobeinsteiger des Landes gaben an, die Hauptstadt ansteuern zu wollen. Die komplette Städteliste ist unter www.fachkraft2020.de/themen/studentenmigration/staedteranking-fuer-den-studentischen-jobeinstieg/ einsehbar. Weitere Informationen zum Themenblock „Studentische Mobilität in Deutschland“ aus der Studie Fachkraft 2020 können Sie darüber hinaus dem angehängten Dokument entnehmen.

Über die Fachkraft 2030 Studie

Die „Fachkraft 2030″ ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation von Studenten und jungen Absolventen in Deutschland. Die von Constata in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung fand erstmals zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013 statt. Insgesamt wurden in bisher neun Erhebungen über 200.000 Studenten aus ganz Deutschland befragt – zu wiederkehrenden und teils variierenden Themenkomplexen. Die Daten zur Studienreihe werden über Jobmensa erhoben. Hierbei handelt es sich um eine Jobplattform von Studitemps, über die sich bundesweit derzeit etwa [st_var_registrations] Studenten im Monat neu registrieren. Studitemps veröffentlicht einmal pro Jahr die neuesten Fachkraft-2030-Ergebnisse – erhältlich in gebundener Form oder als PDF.

Über Studitemps

Studitemps ist Deutschlands beliebtester digitaler Arbeitgeber für junge Talente. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln hat sich auf auf die Überlassung und Vermittlung von Studierenden, Absolventen und Young Professionals spezialisiert. Mit der Mischung aus persönlicher Betreuung, einer App für Studierende sowie einem gut ausgebauten Kundenportal bietet Studitemps Unternehmen und jungen Talenten größtmögliche Flexibilität, unkomplizierte Prozesse und hohe Reaktivität. Die über Jahre optimierte tiefe HR-Technologie hinter dem Unternehmen reduziert den bürokratischen Aufwand rechtssicher für alle Seiten auf ein Minimum und liefert ganzheitliche Tech-basierte Lösungen. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen (studitemps.de) ist bereits an 23 verschiedenen Standorten bundesweit vertreten, beschäftigt intern über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeden Monat mehr als  8.000 Studierende. Als Betreiber von Jobmensa (jobmensa.de) kann Studitemps auf Deutschlands größte Online-Jobbörse für Studierende als Rekrutierungskanal zurückgreifen.

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