NRW droht Abwanderung zahlreicher Hochschulabsolventen

Per Saldo wollen über 70 Prozent der Studierenden aus Sachsen-Anhalt im Anschluss an den höchsten angestrebten Abschluss abwandern. Sie planen den beruflichen Einstieg in einer anderen Region Deutschlands – oder sogar im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt die Studienreihe „Fachkraft 2020“, die von STUDITEMPS in wissenschaftlicher Kooperation mit der Maastricht University zweimal pro Jahr veröffentlicht wird.

Fast 20.000 Studierende hatten im zurückliegenden März an einer bundesweiten Online-Befragung zur Neuauflage der Studie für das Sommersemester 2013 teilgenommen. Das Gros der Wanderungsbewegung aus Sachsen-Anhalt findet auf nationaler Ebene statt. So gaben 67 Prozent der Befragten an, ihren Lebensmittelpunkt für den beruflichen Einstieg in ein anderes Bundesland verlagern zu wollen. In Sachsen-Anhalt ansässige Unternehmen laufen damit Gefahr, am erwerbsbiografisch wegweisenden Übergang von akademischer zu beruflicher Laufbahn einen massiven Verlust an Mitarbeiterpotenzial zu erleiden – Stichwort: Fachkräftesicherung. „Sachsen-Anhalt hat offensichtlich große Probleme, die selbst ausgebildeten Absolventen perspektivisch zu halten“, stellt STUDITEMPS-Geschäftsführer Benjamin Roos fest, „daher sind detaillierte Kenntnisse hierüber für die Einschätzung von Unternehmensentwicklungen auf regionaler Ebene von höchstem Wert – gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.“

Und der Blick auf einzelne Abschlussarten? 54 Prozent der Studierenden, die als höchsten akademischen Grad den Bachelor anstreben, wollen Sachsen-Anhalt innerhalb Deutschlands verlassen. Noch schwerer wiegen derartige Planungen derzeit beim Master, denn er ist der mit Abstand beliebteste Abschluss in Deutschland. Entsprechend hoch ist hier die Zahl der angehenden Absolventen, laut der vorliegenden Befragung geben fast zwei Drittel der Studierenden in Sachsen-Anhalt an, den Master als höchsten akademischen Grad zu favorisieren. 66 Prozent davon wollen nach dem Abschluss für den Jobeinstieg innerhalb der Bundesrepublik abwandern. Und auch bei den akademischen Spitzenkräften ist mit einem beträchtlichen Brain Drain zu rechnen: So geben 64 Prozent der Promovierenden an, den eigenen Jobeinstieg außerhalb von Sachsen-Anhalt angehen zu wollen.

Ein besonderes Augenmerk genießen im Zuge der Fachkräftediskussion die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie werden als Indikator für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit einzelner Wirtschaftsstandorte angesehen. „Dies deckt sich mit unseren Erfahrungen als Personaldienstleister für Studenten und junge Absolventen“, sagt Roos, „das personelle Interesse zahlreicher Kunden ist im MINT-Bereich besonders stark ausgeprägt – insbesondere beim Mittelstand.“ Laut Befragung ist für Sachsen-Anhalt damit zu rechnen, dass (in Summe dieser Fachbereiche) rund 65 Prozent der Studierenden nach dem Abschluss in ein anderes Bundesland ziehen wollen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.studitemps.de/presse/studie-fachkraft-2020

Über die Fachkraft 2030 Studie

Die „Fachkraft 2030″ ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation von Studenten und jungen Absolventen in Deutschland. Die von Constata in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung fand erstmals zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013 statt. Insgesamt wurden in bisher neun Erhebungen über 200.000 Studenten aus ganz Deutschland befragt – zu wiederkehrenden und teils variierenden Themenkomplexen. Die Daten zur Studienreihe werden über Jobmensa erhoben. Hierbei handelt es sich um eine Jobplattform von Studitemps, über die sich bundesweit derzeit etwa [st_var_registrations] Studenten im Monat neu registrieren. Studitemps veröffentlicht einmal pro Jahr die neuesten Fachkraft-2030-Ergebnisse – erhältlich in gebundener Form oder als PDF.

Über Studitemps

Studitemps ist Deutschlands beliebtester digitaler Arbeitgeber für junge Talente. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln hat sich auf auf die Überlassung und Vermittlung von Studierenden, Absolventen und Young Professionals spezialisiert. Mit der Mischung aus persönlicher Betreuung, einer App für Studierende sowie einem gut ausgebauten Kundenportal bietet Studitemps Unternehmen und jungen Talenten größtmögliche Flexibilität, unkomplizierte Prozesse und hohe Reaktivität. Die über Jahre optimierte tiefe HR-Technologie hinter dem Unternehmen reduziert den bürokratischen Aufwand rechtssicher für alle Seiten auf ein Minimum und liefert ganzheitliche Tech-basierte Lösungen. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen (studitemps.de) ist bereits an 23 verschiedenen Standorten bundesweit vertreten, beschäftigt intern über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeden Monat mehr als  8.000 Studierende. Als Betreiber von Jobmensa (jobmensa.de) kann Studitemps auf Deutschlands größte Online-Jobbörse für Studierende als Rekrutierungskanal zurückgreifen.

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