Energie- und Versorgungsunternehmen bei Jobeinsteigern wenig angesagt

Im Energie- und Versorgungssektor ist viel in Bewegung. Die Energiewende und der Ausstieg aus der Atomkraft – nur zwei der großen Herausforderungen, der sich die Branche gegenübersieht – schüren viel Verunsicherung, bergen jedoch gleichfalls enormes Potenzial für Innovation und Wachstum. Bei Studentinnen und Studenten ist die Branche derzeit allerdings wenig angesagt.

Im Vergleich zu Branchen und Unternehmen, die Studierende unmittelbar im Alltag begleiten, schneidet der Energie- und Versorgersektor hinsichtlich des Bekanntheitsgrades naturgemäß mäßig ab. 53 Prozent reichen zu Platz 10 vor dem Chemiebereich (50 %) und dem Maschinen- und Anlagenbau (22 %). Den höchsten Bekanntheitswert erzielt der Einzelhandel mit 94 Prozent. Untersucht wurde die Bekanntheit der Top-7-Unternehmen 12 ausgesuchter Branchen

Der Blick auf die Beliebtheit der Unternehmen im Energie- und Versorgersektor dürfte eher verhaltene Reaktionen auslösen. Lediglich 30 Prozent der Studierenden gaben an, dass sie sich vorstellen könnten, nach ihrem Abschluss für einen der ihnen bekannten Top-7-Energie- bzw. Versorgerkonzerne zu arbeiten. Mit diesem Ergebnis gelingt es der Sparte bei weitem nicht, an die Werte der beliebtesten Automobilindustrie (62 %) anzuknüpfen. Die Energie- und Versorgerbranche kann, gemeinsam mit dem ebenfalls bei 30 Prozent liegenden Bankwesen, nur den Einzelhandel (27 %) sowie die Telekommunikationssparte (25 %) hinter sich lassen.

Der Shell-Konzern ist 95 Prozent der Hochschülerinnen und Hochschüler ein Begriff und schafft damit einen Abstand von 16 Prozentpunkten zum zweitplatzierten Unternehmen RWE (79 %). Beinahe gleichauf liegt E.ON (77 %) auf Rang 3. Vattenfall ist 57 Prozent der Befragungsteilnehmerinnen und –teilnehmer geläufig und erreicht somit den vierten Rang, vor EnBW (39 %). Recht deutlich ist die Differenz zu den nächstplatzierten Berliner Wasserbetrieben, die wiederum mit 19 Prozent nur noch ABB (13 %) hinter sich lassen können.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse hinsichtlich der Beliebtheit verschieben sich die Werte zugunsten von RWE und EnBW. 47 Prozent der Hochschülerinnen und Hochschüler, die RWE kennen, empfinden eine Karriere dort als erstrebenswert, bei EnBW sind es 43 Prozent. ABB nehmen 38 Prozent als attraktiven potenziellen Arbeitgeber wahr, gefolgt von E.ON (28 %). Shell (24 %), Vattenfall (23 %) und die Berliner Wasserbetriebe (20 %) beschließen das Beliebtheitsranking der Top-7-Unternehmen der Energie- und Versorgerbranche.

Ausführliche Studienergebnisse zum Thema sind online abrufbar unter
https://studitemps.de/magazin/energie-und-versorgungsunternehmen-bei-jobeinsteigern-wenig-angesagt/

Über die Fachkraft 2030 Studie

Die „Fachkraft 2030″ ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation von Studenten und jungen Absolventen in Deutschland. Die von Constata in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung fand erstmals zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013 statt. Insgesamt wurden in bisher neun Erhebungen über 200.000 Studenten aus ganz Deutschland befragt – zu wiederkehrenden und teils variierenden Themenkomplexen. Die Daten zur Studienreihe werden über Jobmensa erhoben. Hierbei handelt es sich um eine Jobplattform von Studitemps, über die sich bundesweit derzeit etwa [st_var_registrations] Studenten im Monat neu registrieren. Studitemps veröffentlicht einmal pro Jahr die neuesten Fachkraft-2030-Ergebnisse – erhältlich in gebundener Form oder als PDF.

Über Studitemps

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