Der Einzelhandel hat es beim akademischen Nachwuchs schwer

Platz 1 im Bekanntheitsranking der aktuellen „Fachkraft 2020“-Erhebung – das hört sich erst einmal gut an. Doch die Freude über das Ergebnis wird durch die weitergehende Analyse getrübt. Keine andere Branche verzeichnet eine größere Differenz zwischen Bekanntheit und erwarteter Arbeitgeberattraktivität als der Einzelhandel.

Die Top-Platzierung der Einzelhandelsbranche ist keine Überraschung, sind ihre Unternehmen doch unverzichtbarer Teil unseres Alltags. 94 Prozent bedeuten einen Abstand von drei Prozentpunkten auf den zweitplatzierten Internet- und IT-Sektor (91 %) und ganze 72 Prozentpunkte Vorsprung auf den letztplatzierten Maschinen- und Anlagenbau (22 %). „Fachkraft 2020“ vergleicht in der aktuellen Erhebung insgesamt 12 ausgesuchte Branchen.

Dagegen enttäuscht der Blick auf die studentische Einschätzung der Arbeitgeberattraktivität. Nur 27 Prozent der Befragten, denen die Top-7-Konzerne bekannt sind, halten eine Karriere in der Einzelhandelssparte für erstrebenswert. Schlechter schneidet nur der Telekommunikationssektor (25 %) ab. Beide Bereiche können mit den Spitzenreitern Automobilindustrie (62 %) sowie Internet- und IT-Sparte (56 %) auf den Rängen 1 und 2 nicht mithalten.

Unter den Top-7 bildet Zara mit 84 Prozent das Schlusslicht auf dem letzten Rang. Nur knapp davor liegt die Rewe Group (86 %). Die 90%-Marke wird bereits auf dem fünften Platz überschritten und zwar von Peek & Cloppenburg (91 %). Aldi (süd / nord) ist 98 Prozent der Befragungsteilnehmerinnen und –teilnehmer bekannt, der Konzern DM Drogeriemarkt 99 Prozent. Das perfekte Ergebnis erzielen H&M sowie Ikea. Beide Unternehmen sind 100 Prozent der Studierenden deutscher Hochschulen ein Begriff – besser geht es nicht.

Vergleichsweise schwache Ergebnisse fördert die Analyse der Arbeitgeberattraktivität zutage. Keines der Top-7-Unternehmen kann die derzeit Studierenden in besonderem Maße als potenzieller Dienstherr überzeugen. Das Maximum von 38 Prozent erzielt Peek & Cloppenburg, dicht gefolgt von Ikea (37 %). Die Rewe Group kommt auf 31 Prozent (Rang 3), vor DM Drogeriemarkt (24 %) und H&M (23 %). Die Plätze 6 und 7 belegen die Konzerne Aldi (süd / nord) (20 %) sowie Zara (18 %).

Ausführliche Studienergebnisse zum Thema sind online abrufbar unter
https://studitemps.de/magazin/der-einzelhandel-hat-es-beim-akademischen-nachwuchs-schwer/

Über die Fachkraft 2030 Studie

Die „Fachkraft 2030″ ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation von Studenten und jungen Absolventen in Deutschland. Die von Constata in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung fand erstmals zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013 statt. Insgesamt wurden in bisher neun Erhebungen über 200.000 Studenten aus ganz Deutschland befragt – zu wiederkehrenden und teils variierenden Themenkomplexen. Die Daten zur Studienreihe werden über Jobmensa erhoben. Hierbei handelt es sich um eine Jobplattform von Studitemps, über die sich bundesweit derzeit etwa [st_var_registrations] Studenten im Monat neu registrieren. Studitemps veröffentlicht einmal pro Jahr die neuesten Fachkraft-2030-Ergebnisse – erhältlich in gebundener Form oder als PDF.

Über Studitemps

Studitemps hat sich als Personaldienstleister auf die Überlassung von Studenten sowie die Vermittlung von Absolventen und Young Professionals spezialisiert. Das im Jahr 2008 von den WHU-Absolventen Benjamin Roos und Andreas Wels gegründete Unternehmen (studitemps.de) ist an 21 Standorten bundesweit vertreten, beschäftigt intern 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeden Monat etwa 6.500 Studierende. Als Betreiber von Jobmensa (jobmensa.de) kann Studitemps auf Deutschlands größte Online-Jobbörse für Studierende als Rekrutierungskanal zurückgreifen, zudem bietet Studitemps mit dem Portal Jobeinstieg (jobeinstieg.de) ein stetig erweitertes Angebot für Absolventen, die eine Vermittlung in Festanstellung suchen. Studitemps übernimmt das komplette Spektrum einer Personaldienstleistung von der Rekrutierung über die Auswahl, den Vertragsabschluss, die Zeiterfassung bis hin zur Lohnabrechnung. Die gesamte Prozesskette wird hierbei Schritt für Schritt digitalisiert, um einfache, schnelle und verlässliche Lösungen für Unternehmen und Arbeitnehmer zu bieten und es diesen zu ermögichen, den Fokus auf das Wesentliche zu legen: die Arbeit selbst. Studenten, Absolventen und Unternehmen haben die Wahl, persönlich vor Ort beraten zu werden oder sämtliche Prozesse digital abzuwickeln.

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