Corona-Krise

Studierende müssen auf den Arbeitsmarkt – Nachfrage steigt um bis zu 760%

18. März 2020 - Lebensmitteleinzelhändler werden derzeit mit Kunden überrollt, die Regale lassen sich gar nicht mehr so schnell wieder einräumen, wie sie leergekauft wurden. Auch Bestellungen von Lebensmitteln und Getränken steigen stark an. Viele Anbieter können die derzeitige Lage nicht mehr mit dem Stammpersonal abdecken. Jetzt sind flexible Arbeitskräfte gefragt, um die Versorgung zu garantieren. Deutschlands größter Personaldienstleister für Studierende und Absolventen, Studitemps, wird nun von vielen Unternehmen als Partner für den Einsatz von studentischen Aushilfen auch in Zeiten der Krise angefragt.

  • Personalknappheit:

    Kassierer, Logistiker, Auslieferungsfahrer, Warenverräumer – um die Grundversorgung auch in der Corona-Krise zu garantieren, braucht es in vielen Bereichen deutlich mehr Personal. Zum einen steigt die Arbeitslast, zum anderen fällt das Stammpersonal wegen Krankheit oder geschlossenen Kitas und Schulen und der damit verbundenen privaten Kinderbetreuung aus. 

  • Nachfrage nach Studierenden auf Rekordhoch:

    Deutschlands größter Personaldienstleister für Studierende und Absolventen, Studitemps, verzeichnet ein Rekordhoch bei der Nachfrage nach studentischen Aushilfskräften. Im März 2020 ist die Nachfrage nach studentischen Kräften auf Studitemps rund 78 % höher als im März 2019. 

  • Studierende wollen arbeiten:

    Nicht nur die Aufträge durch Unternehmen sind gestiegen. Im März gab es auf Studitemps noch nie so viele Anmeldungen von Studierenden auf der Suche nach einem Job wie in diesem Jahr. 

„Wir sehen einen enormen Anstieg der Nachfrage nach studentischen Aushilfen in allen Bereichen, die mit der Lebensmittelversorgung zu tun haben. Viele Festangestellte bspw. im Lebensmitteleinzelhandel können nicht zu ihrer Schicht kommen, da Kitas und Schulen geschlossen sind und die Fürsorge für die Kinder gerade in so einer schwierigen Situation natürlich an erster Stelle steht. Unsere Studenten dagegen haben gerade viel Zeit, da die Prüfungsphase vorbei ist und der Semesterstart auch erst einmal verschoben wurde” , sagt Studitemps Mitgründer und Managing Director Benjamin Roos.

Konkrete Zahlen: 

Auslieferungsfahrer (Getränkelieferanten, Lebensmittel-Lieferdienste, Paketzusteller): 

761,87 % mehr Nachfrage nach studentischen Aushilfen auf Studitemps im Vergleich zum März 2019

Fahrer / Chauffeur

194.16 % Anstieg Nachfrage 

Kassenkraft

2,28 %1 Anstieg Nachfrage 

Logistikhelfer / Kommissionierer 

38,88 % Anstieg Nachfrage 

Warenverräumer / Verkaufshilfe 

118, 6 % Anstieg Nachfrage 

Anmeldungen von Studierenden, die arbeiten wollen: 

Wöchentlich bewerben sich gerade über 7.000 Studierende auf die Studitemps Jobs - Tendenz steigend. Das sind etwa 7 % mehr als im selben Zeitraum 2019. Trotz Corona ist der Arbeitswille der Studierenden also ungebrochen.

Studierende wollen arbeiten – Gesundheit steht aber an erster Stelle:

„Auf der einen Seite freuen wir uns natürlich, dass wir einen Teil dazu beitragen können, dass das Leben in den Grundzügen weitergehen kann. Gerade der Lebensmittelhandel darf nicht zum Stillstand kommen. Es wurde auch von offiziellen Stellen immer wieder betont, dass Apotheken und Lebensmitteleinzelhändler in jedem Fall weiter geöffnet bleiben um die Grundversorgung sicher zu stellen – wir können die notwendigen Arbeitskräfte dafür sehr flexibel und kurzfristig stellen” , sagt Benjamin Roos zur aktuellen Lage und ergänzt:

Auf der anderen Seite sehen wir uns natürlich auch in der Verantwortung, die Gesundheit unserer Studenten im Einsatz nicht zu gefährden. Daher sind wir in enger Absprache sowohl mit unseren Kunden wie auch mit unseren Studenten, setzen Verhaltensrichtlinien auf und betonen wo wir nur können: Die Gesundheit steht an erster Stelle. Bei Anzeichen einer Erkrankung sollen die Studenten zu Hause bleiben – in solchen Fällen gibt es natürlich auch bei uns eine Lohnfortzahlung. Es gibt also keinen Grund, trotz Krankheitsanzeichen weiter zur Arbeit zu gehen, gerade in Bereichen mit einem hohen Kundenkontakt.”

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¹Relativ geringer Anstieg, da zwar mehr Bedarf im Lebensmitteleinzelhandel herrscht, dafür aber die Nachfrage im Non-Food Bereich durch Geschäftsschließungen zurückgeht.