Traumarbeitgeber für Absolventen: Null Nachwuchssorgen in der Internet- und IT-Branche

Die aktuelle Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2020“ zeigt: Die Internet- und IT-Branche hat derzeit scheinbar keine Nachwuchssorgen. Die Ergebnisse offenbaren, dass die Unternehmen der Branche bei Hochschülerinnen und Hochschülern nicht nur ausnehmend bekannt, sondern eben auch als Arbeitgeber attraktiv sind. Doch die Konzerne profitieren unterschiedlich stark von ihrer Bekanntheit.

Die Großen der Internet- und IT-Branche haben es zweifellos in den Alltag der meisten Studierenden deutscher Hochschulen geschafft. Nur die Top-Konzerne des Einzelhandels kennen durchschnittlich mehr Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer (96 %). Die Internet- und IT-Sparte erreicht mit 91 Prozent Rang 2 im Ranking der Top-7-Unternehmen von 12 ausgewählten Branchen. Damit liegt der Sektor ganze 69 Prozentpunkte vor dem im „Fachkraft 2020“-Branchenranking letztplatzierten Maschinen- und Anlagenbau (22 %).

In der vorangegangenen Erhebung der “Fachkraft 2020”-Studienreihe im März 2015 wurden 24 Branchen auf ihre Beliebtheit untersucht. Dabei wurden auch die sieben attraktivsten Arbeitgeber jeder Branche identifiziert.

Wichtiger noch als die Bekanntheit ist im Hinblick auf die Sicherung des Fachkräftenachwuchses das Interesse der Studentinnen und Studenten, nach ihrem Abschluss in der Branche zu arbeiten. Dies ist bezüglich Internet und IT bei 56 Prozent der Fall. Damit kann nur die Automobilbranche (62 %) mehr zukünftige Absolventen für sich begeistern. Zum Vergleich: Im Bereich Telekommunikation Karriere zu machen, können sich nur 25 Prozent der zukünftigen Absolventen vorstellen.

Seit 2012 führen Studitemps und das Department of Labour Economics der Maastricht University jeden März und September bundesweite Erhebungen zur Studie „Fachkraft 2020“ durch. Befragt werden so pro Jahr mehr als 40.000 Studierende zu ihrer allgemeinen und wirtschaftlichen Lebenssituation – und natürlich zur beruflichen Perspektive.

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Extrem hohe Bekanntheitswerte der Top-5

Die drei bekanntesten Unternehmen der Internet- und IT-Branche, Google, Amazon sowie Apple, erreichen bei der Frage nach der Bekanntheit 99 Prozent – es kennt sie also fast jeder Studierende an deutschen Hochschulen. Auch Microsoft und Paypal stehen mit 98 Prozent Bekanntheit sehr gut da. Intel erreicht mit 87 Prozent Rang 6, während SAP (58 %) das Ranking mit dem siebten Platz beschließt.

Microsoft nicht nur sehr bekannt, sondern auch als Arbeitgeber interessant

69 Prozent der Befragten bewerten eine zukünftige Anstellung bei Microsoft als für sie persönlich attraktiv – Platz 1 im Vergleich der Top-7-Unternehmen des Metiers. Nur knapp dahinter rangieren die Konzerne Google (67 %) und SAP (65 %) auf den Rängen 2 und 3. SAP gewinnt somit im Verhältnis zum letzten Platz beim Bekanntheitsranking deutlich. Intel erzielt 56 Prozent positive Resonanz und lässt damit Amazon und Apple mit je 47 Prozent Zustimmung neun Prozentpunkte hinter sich. Für die beiden letzteren gilt demnach: Sehr bekannt, jedoch als Arbeitgeber vergleichsweise weniger interessant. Gleiches gilt für das auf Rang 7 angesiedelte Unternehmen Paypal (42 %).

Internet und IT absolute Überflieger bei Jobwahlkriterien

Das Image hinsichtlich wichtiger Rahmenbedingungen, welche die Jobwahl beeinflussen, könnte kaum besser sein. Gleich in drei Kategorien verzeichnet die Branche Höchstwerte: Chancengleichheit / Diversity (80 %), Social Media Präsenz (89 %) sowie Work-Life-Modelle (80 %). 96 Prozent beim Internationalen Profil bedeuten den zweithöchsten Wert im Branchenvergleich. Lediglich in Bezug auf die Familienfreundlichkeit (72 %) erreicht die Sparte vergleichsweise mittelmäßige Werte.

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Fazit von Studitemps: Die Internet- und IT-Branche ist aus Sicht der befragten Studentinnen und Studenten eine Zukunftsbranche, die dem akademischen Fachkräftenachwuchs attraktive Jobchancen bietet. Die absolut überdurchschnittlichen Werte hinsichtlich der untersuchten Jobwahlkriterien bestätigen dies. Auffällig ist jedoch die unterschiedliche Einschätzung der einzelnen Unternehmen. Reine Bekanntheit nützt den Konzernen demnach nicht unbedingt, wenn sie nicht als potenzielle Arbeitgeber überzeugen können. Wollen sie hier gegensteuern, empfiehlt sich ob des guten Branchenimages vermutlich eine gezielte Ansprache der Studierenden in den Universitäten. So erhalten die Unternehmen früh Zugang zum Nachwuchs, und eine langfristige Bindung wird erleichtert.

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