Formen der Mobilität: Der Trend geht hin zur Vernetzung.

Mobilität: Status quo, Zukunftsausblick und Rollenverteilung

Debatten über die Entwicklung der Mobilität sind derzeit sehr stark vom Thema Klimawandel geprägt. Wir betreten das Spannungsfeld aus Emissionsreduzierung, Wirtschaftswachstum und persönlicher Freiheit, beleuchten die Situation und wagen einen Blick in die Zukunft.

Das Jahr 2019 steht im Zeichen der Klimadebatte. Nach langwierigen, medial intensiv begleiteten Diskussionen und unter viel Kritik hat die Große Koalition im Herbst ein Aktionspaket auf den Weg gebracht. Primärziel des Klimaschutzprogramms ist die Verringerung von Treibhausgasemissionen. Bis 2030 soll der Ausstoß um mindestens 40 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken. Darüber hinaus möchte Deutschland, ebenso wie die überwiegende Zahl der anderen Mitgliedsstaaten, bis 2050 in Europa CO2-Neutralität erreichen. Welche Folgen hat diese Entwicklung – gesellschaftlich sowie bezogen auf die Wirtschaft?  

Fortbewegung im Wandel: Fokus auf Elektromobilität

E-Mobilität: Darstellung des Ladevorgangs.
Mobilität unter Strom: die Antriebstechnologie der Zukunft?

Neue Formen der Mobilität und Veränderungen bei den bestehenden sind entscheidend, um die oben genannten Ziele erreichen zu können. Zugleich muss der Wandel an die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer angepasst sein, um breite Akzeptanz zu finden. Eine zentrale Rolle spielt die Elektromobilität, gerade im Hinblick auf den Individualverkehr. Wie etwa Auto Motor und Sport online in einer Zusammenstellung zeigt, planen Metropolen wie Paris und Amsterdam, aber auch Schweden, Dänemark sowie weitere Länder ab den 2030er Jahren ein Verbot von Verbrenner-Neuzulassungen. Parallel dazu sollen Prämien und weitere Maßnahmen die Verbreitung neuer Antriebstechnologien fördern. 

E-Mobility: Megatrend, Herausforderung und Chance

Diese Entwicklung trifft einen Nerv, in der politischen Landschaft, weiten Teilen der Bevölkerung und demnach auch am Markt. Rückblick: Bereits im Oktober des Jahres 2018 konnten sich über 40 Prozent der deutschen Autofahrer einen Wechsel zum Elektrofahrzeug vorstellen, so die Automobilwoche mit Verweis auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Puls. Für Hersteller und Händler besonders reizvoll: Sowohl die junge als auch die zahlungskräftige Kundenklientel zeigen überdurchschnittlich Interesse. Ein Trend, der sich in Zeiten reichweitenstarken Protests aller Voraussicht nach verstärken wird. 

Wie gestaltet sich die Mobilität von morgen – ein Ausblick

Nach Jahrzehnten der innovationsgeprägten Evolution nun also der Paradigmenwechsel; mancherorts springen die Signale auf Disruption. Viele Unternehmen und komplette Wirtschaftszweige müssen sich auf Verwerfungen einstellen, von Automobil-, Logistik- und Verkehrskonzernen bis hin zur mittelständischen Zulieferersparte. Dabei besteht die Herausforderung nicht nur in der Konzeption und Umsetzung alternativer Antriebe. Die Stauvermeidung auf stark frequentierten Pendlerrouten in Agglomerationsräumen sowie die Senkung der Unfallzahlen beschreiben weitere Herausforderungen auf dem Gebiet der Mobilität. Lenkende staatliche Maßnahmen, etwa die Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets zur Attraktivitätssteigerung der Schiene, sind nur ein Teil. Darüber stehen Entwicklungen mit deutlich weitreichenderen Auswirkungen. 

Vor diesem Hintergrund sind speziell: 

  • autonomes Fahren, in Individualverkehr, ÖV und Logistik; 
  • neuartige Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung sowie
  • Vernetzung, Interaktion und Kommunikation zu nennen.

Die daraus resultierenden Fragestellungen sind zahlreich. In welchem Maße sind wir bereit, unsere persönliche und datentechnische Sicherheit in die Hände der Technik zu legen – Stichworte: Datengesellschaft und Internet der Dinge/IoT? Welche Vorteile lassen sich aus den neu gewonnenen Freiräumen ziehen? Wird es gelingen, die gesamte Bevölkerung abzuholen, auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels? Die Antworten werden die Lebenswirklichkeit und somit auch die Arbeitswelt verändern. Allein, um Prosperität zu erhalten, jedoch ebenfalls, um weiterhin als innovative Länder auf dem Weltmarkt agieren und mit aufstrebenden Technologienationen wie China mithalten zu können. 

Wie verändert sich die Arbeitswelt? 

Neue Mobilität: Autonomes Fahren dank Vernetzung.
Work-Life-Blending und mobiles Entspannen: Vernetzung macht’s möglich.

Bedingt durch die Transformation der Mobilität wandelt sich die Arbeitswelt, beginnend an der örtlichen Tankstelle/Kfz-Werkstatt über die Taxi- oder Busfahrt zum Bahnhof bis hin zur Lehre und Forschung. Zahlreiche Berufsfelder werden sich tiefgreifend verändern, einige unter Umständen wegfallen. Dafür kommen andere Tätigkeitsgebiete hinzu. Wechselwirkungen mit starken Tendenzen wie Work-Life-Blending sowie Mobile Working manifestieren sich in der Erschließung neuer mobiler Räume. Ein konkretes Beispiel sind automobile Third Places, autonome Fahrzeuge mit sozialer Funktion. Letzteres insofern, als dass sie als Arbeitsplatz, Ort der Freizeitgestaltung und mehr fungieren können, wie auch der ADAC in einer aktuellen Studie herausstellt. Dies kann in Verbindung mit fortschreitender Digitalisierung und Vernetzung die Verkehrswende befördern. 

Welche Herausforderungen sind derzeit noch zu lösen? 

Um neue Mobilität sozialverträglich zu etablieren, ist ein adäquater Umgang mit der Arbeitswegeproblematik in Ballungsgebieten sowie den Erfordernissen des ländlichen Raums unverzichtbar. So befindet sich beispielsweise die Zahl der Berufspendler in Nordrhein-Westfalen auf Rekordhöhe, so der WDR unter Bezugnahme auf eine Auswertung der IG Bau. Allein in Köln sind die Werte im Vergleich zum Jahr 2000 um 36 Prozent gestiegen, sicherlich nicht zuletzt getrieben vom hohen Mietniveau in den Städten. Weiterhin lässt der Ausbau von Bus und Bahn (nicht nur) auf dem Land zu wünschen übrig; so bleibt der Individualverkehr für viele das Mittel der Wahl. Eine zunehmende Verbreitung elektrischer und ggf. selbstfahrender Verkehrsmittel kann die Situation beiderorts entzerren: Flankiert von einer Virtualisierung der Arbeit in Form von Home und Mobile Office, leistungsfähigen Ridesharing-Apps für Pendler sowie dem Radwegeausbau und anderen Maßnahmen im urbanen Raum. 

Chancen für die Zukunft

Generell existieren zahlreiche Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, beginnend bei der Zielgruppenakzeptanz über den Infrastrukturausbau (Ladesäulen, Streckennetz der Bahn, Energietransport und weitere) bis hin zum Thema Entsorgung/graue Energie. Die rechtliche Komponente darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Allein die Kontroversen rund um die Zulassung von E-Rollern haben eine Dimension eröffnet, die sich im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und Datenaustausch nochmals verstärken sollte. Hierin liegt aber auch der Reiz. Wir stehen noch am Beginn, nichts ist in Stein gemeißelt, einiges in Bewegung.

Nur drei Beispiele für Innovation: 

  • Das Bundesverkehrsministerium definiert im Rahmen der HyLand-Initiative bundesweit Wasserstoffregionen. Ziel: Die Förderung tragfähiger Konzepte für den Brennstoffzellenantrieb. 
  • Parallel zu Automobilherstellern arbeiten Mittelständler und Start-ups an der Elektrifizierung klassischer Automobile ‒ mit erstaunlichen Ergebnissen, siehe Edison powered by Handelsblatt.  
  • Jelbi, eine BVG-App, die alle Mobilitätsangebote Berlins bündelt, einschließlich Auskunft, Buchung und Bezahlung. 

Maschinenbau, IT, Stadtplanung, Business Administration und mehr: Studierende vieler Fachrichtungen haben die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und die Zukunft der Mobilität mitzugestalten. Hier kommen wir ins Spiel. 

Welche Rolle spielt Studitemps als Dienstleister? 

Als Personaldienstleister unterstützen wir auch Unternehmen der Mobilitätsbranche mit flexibel einsetzbaren Mitarbeitern. Hier kommt unsere Kompetenz, motivierte und lernfähige Arbeitskräfte schnell zu vermitteln, besonders zum Tragen. Eine klassische Win-Win-Situation, da sich die studentischen Arbeitskräfte besonders für zukunftsträchtige Jobs in der Mobilitätsbranche interessieren. 

Martin Gatzemeier, Account Manager und Studitemps-Experte im Bereich Mobility:

„Jobs im Bereich Mobility sind bei unseren Studenten super beliebt, da sie nicht nur helfen das eigene Leben zu finanzieren, sondern dabei auch Einblicke in die Zukunft der Fortbewegung ermöglichen. Die Bewerberquote liegt bei diesen Jobs weit über dem Durchschnitt.”

Verständlich, ist hier doch die Möglichkeit, mit Arbeit nicht nur den Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern auch einen Beitrag zu übergeordneten Zielen zu leisten, besonders ausgeprägt. Dieser Mehrwert birgt im Umkehrschluss für Arbeitgeber enorme Potenziale, Motivation und Bindung ihrer Mitarbeiter zu fördern. 

Studitemps Fazit

Die Herausforderungen im Mobilitätssektor sind zahlreich und nicht zu unterschätzen. Zugleich liegt hier jedoch auch die Chance, sich im Markt zu profilieren. In Zeiten des Umbruchs und hoch innovativer, partiell disruptiver Veränderungen ist der Nährboden für neue Ideen und Entwicklungen besonders fruchtbar. Eine Entwicklung, die inspiriert und für Mitarbeiter und Unternehmen viele Chancen bietet. Studitemps ist hier gern Wegbegleiter. Details zu unseren Services, aktuelle Informationen sowie eine Case Study zu einem erfolgreich absolvierten Projekt sind auf unserer Mobility Landingpage zu finden.