Mit Weiterbildungen fit für die Karriere bleiben

Unsere heutige Arbeitswelt ist wie ein Karussell, das sich immer schneller dreht. Insbesondere der rasante technologische Wandel, der mit einer Digitalisierung der Arbeitswelt einhergeht, führt zu immer komplexer werdenden Aufgaben, zu fast wöchentlich neuen Tools, die beherrscht werden wollen, zu neuen Kommunikationsmitteln und sich ständig wandelnden digitalen Anwendungen. Kaum ein Unternehmen ist nicht von der Digitalisierung betroffen und nur der Mitarbeiter, der stets “up to date” und somit vielfältig einsetzbar und kompetent ist, kann seinen Platz auf dem Arbeitskarussell behalten, ohne dass ihm schwindlig wird. Doch gerade auch Arbeitgeber sind heute mehr denn je gefragt, das steigende Bedürfnis ihrer bestehenden oder neuen Mitarbeiter nach Fortbildung zu stillen, wenn sie Erfolg haben und gutes Personal an sich binden wollen.

Weiterbildungsmöglichkeiten: Bedarf steigt

75 % der Personalverantwortlichen sehen in ihrem Unternehmen starke bis äußerst starke Auswirkungen des technologischen Wandels auf den Arbeitsalltag. Diese Zahl entspricht ganzen drei von vier HR-Managern. Das geht aus einer TNS Infratest-Studie hervor, die erst kürzlich 300 Personalverantwortliche zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt hat. Um in der immer schneller werdenden Arbeitswelt Schritt zu halten, ist es auch in den Augen der Personaler wichtig, sich ständig fortzubilden und seine Kenntnisse auszubauen, nicht nur auf rein beruflicher Ebene, sondern auch was die persönlichen Eigenschaften angeht. Denn: ein Studienfach zu lernen, seinen Abschluss zu machen und bis zum Rentenalter ein und die gleiche Tätigkeit auszuüben ist heute absolut unvorstellbar.

Die neue Arbeitswelt dreht sich extrem schnell, die Anforderungen an jeden Einzelnen sind drastisch gestiegen und auch der Druck ist größer geworden. Wer sich nicht weiterbildet und das notwendige Wissen und die entsprechenden Kompetenzen aneignet, der verliert schnell den Anschluss. Eine Weiterbildung ist also eine notwendige Maßnahme, um weiterhin am Arbeitsleben aktiv teilzunehmen zu können. Fortbildunsgmaßnahmen fördern darüber hinaus nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch wichtige Kompetenzen wie Selbstmanagement, Eigenverantwortung und Flexibilität. Diesen großen Profit, den Weiterbildung mit sich führt, erlebt aber nur derjenige, der sich selbst aktiv weiterbilden möchte und dies auch tut. Vom Chef aufgezwungene Maßnahmen können diese Effekte kaum herbeiführen.Weiterbildungstrends in Deutschland 2016

Unternehmen sind bei der Mitarbeiterförderung gefragt

Arbeitgeber müssen aber ebenso wie ihre Angestellten dafür Sorge tragen, dass die notwendigen Kompetenzen an ihre Mitarbeiter weitergegeben und regelmäßiges Weiterbilden gefördert wird und zwar auf allen Qualifikationsebenen – von der Führungskraft bis zum Sachbearbeiter. Fortbildungen für Arbeitnehmer sind gerade auch in Puncto Employer Branding nicht zu vernachlässigen. Neben einer leistungsgerechten Vergütung und flexiblen Arbeitszeiten, wird der Wunsch nach Weiterbildungsmaßnahmen von immer mehr Kandidaten im Jobinterview geäußert und stellt ein entscheidendes Kriterium für eine Zusage dar. Und auch bestehende Mitarbeiter legen immer mehr Wert darauf, dass das Unternehmen Budget für Weiterbildungsangebote zur Verfügung stellt. Ganz klarerer Vorteil hierbei für Unternehmen: sie stärken mit einem abwechslungsreichen Fortbildungsangebot die eigene Arbeitgebermarke und vermitteln schon potentiellen Bewerbern eine Kultur des Lernens und eine nachhaltige Personalstrategie. Wem an der Weiterbildung der Mitarbeiter gelegen ist, der wird sich auch über kurz oder lang von seinen Konkurrenten abheben, gute Bewerber automatisch anziehen und langfristig behalten. Wie stark sich Weiterbildungsmaßnahmen aus Sicht der befragten HR-Manager auf die Punkte Gehaltssteigerung, beruflicher Aufstieg und Erweiterung des Verantwortungsbereichs auswirken, stellt die folgende Grafik dar. 

Auswirkungen-Weiterbildung

Lernen als Notwendigkeit

Weiterbildungsmaßnahmen sind im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt nicht mehr bloß Kür, sondern Pflicht. Und zwar über alle Qualifikationsebenen hinweg. Ob und welche Fortbildungsmaßnahme sich lohnt, sollten Arbeitgeber- und nehmer im Vorfeld gründlich besprechen. Wenn vom Arbeitgeber das Thema Fortbildung nicht angesprochen wird, sollte man selbst aktiv werden. Zusätzliches Engagement wird immer belohnt und es gibt vielfältige Gründe für eine Weiterbildung. Sei es, um persönlichen und beruflichen Zielen näher zu kommen und sich zu entwickeln, als Grundlage für einen Job- oder Branchenwechsel oder um seine Kompetenzen im bestehenden Arbeitsverhältnis zu erweitern. 

Es empfiehlt sich auch die konkrete Umsetzung mit seinem Arbeitgeber zu besprechen. Hier spielt der Aspekt Zeit vor Geld eine wichtige Rolle. Wer sich weiterbilden möchte, freut sich über einen Homeoffice-Tag oder bestimmte feste Termine, an denen er sich ohne schlechtes Gewissen Online-Seminaren oder dem Besuch von Kursen und Workshops widmen kann. Viele Wege führen nach Rom…deshalb sollten sich Arbeitnehmer vorher genau informieren, welche Maßnahme am sinnvollsten ist und sich am besten mit der Arbeit vereinbaren lässt. Auf Arbeitgeberseite sollte der Punkt Weiterbildung keinesfalls vernachlässigt werden, denn langfristig betrachtet ist das Investieren in seine Mitarbeiter der beste Weg, um sie an sich zu binden und den Ruf der eigenen Marke zu stärken.