Papierschiff mit Schriftzug "Help" auf Landkarte

Flüchtlingsintegration in Hamburg: Studitemps unterstützt Organisationen

Seit Monaten beherrscht die Flüchtlingsproblematik die politische Agenda in Deutschland. Und mit ihr immer auch die Frage, wie viele Menschen es 2015 wohl sein werden: 800.000, 1 Millionen, gar 1,5 Millionen? Große Zahlen also, die schnell mal den Blick auf die kleine Geste, das Menschliche in der Krise versperren. Hamburger Organisationen verhilft Studitemps nun zu studentischen Helfern – für genau jene Gesten. Ein Modell, das Schule macht?

Seit Jahresbeginn sind laut der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration über 35.000 Flüchtlinge in die Hansestadt gekommen. Ihnen nach teils wochenlanger Flucht über abenteuerlichste Routen das Ankommen zu erleichtern, ist eine Herausforderung, der auch eine Millionenstadt wie Hamburg nur mit Mühe nachkommen kann. Erst recht aus dem Stand. Die Zeiten sind besonders.

Was vor allem gefragt ist, sind helfende Hände, damit die kleine Geste nicht auf der Strecke bleibt. Was in diesem Zusammenhang Hoffnung macht, ist die überragende Hilfsbereitschaft junger Menschen. Schulklassen, Studierende, Absolventen – sie alle haben großen Anteil an den bisher geleisteten Integrationsmaßnahmen. Das wiederum erleichtert auch Studitemps das Helfen immens.

Studentische Integrationshelfer „on demand“

Konkret: Schon seit geraumer Zeit setzt Hamburg im Rahmen der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen Studierende ein. Neu ist in diesem Zusammenhang, dass Studitemps über das hauseigene Netzwerk (rund 40.000 registrierte Studierende im Großraum Hamburg) quasi „on demand“ vakante Hilfstätigkeiten an Studierende übermittelt – Jobflexibilität auch in der Flüchtlingsfrage. Es passt.

Seit Beginn der Kooperation mit Hamburgs Hilfsorganisationen können Studierende noch gezielter zum Einsatz kommen. Sie helfen, teils kurzfristig kontaktiert, bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen, dienen als fremdsprachlich versierte Kontaktpersonen für organisatorische und persönliche Fragen. Sie leisten Hilfestellung bei administrativen Arbeiten wie dem Ausfüllen von Formularen, organisieren die Annahme und Ausgabe von Sachspenden und tragen so ganz wesentlich zu einem geglückten Willkommen in Deutschland bei. Der so wichtige erste Eindruck.

Wöchentlich bis zu 40 Helfer für Hamburger Organisationen

Pro Woche übermittelt Studitemps derzeit bis zu 40 Studierende im Rahmen regulärer Aushilfsjobs an die entsprechenden Stellen. Anforderungen? Sicherlich: Gefragt sind vor allem Studierende mit fortgeschrittenem Studium der Sozial- und Geisteswissenschaften, der Erziehungswissenschaften oder der Pädagogik. Gute Fremdsprachkenntnisse, die Bereitschaft zu Abend- oder Wochenendarbeit sowie ein hohes Maß an Empathie erleichtern die Zusammenarbeit ebenfalls. Problem? Nicht für Studierende.

Denn langsam dürfte sich herumgesprochen haben, dass Studierende eben nicht jene Sozialautisten und Hedonisten sind, zu denen sie durch alt hergebrachte Klischees gerne abgestempelt werden. Ganz im Gegenteil: Aktuelle Zahlen zur Studienreihe „Fachkraft 2020“ zeugen vom hohen Engagement angehender Absolventen in Deutschland. Demnach ist mehr als jeder dritte Student in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig – in Kirche, Sport, Politik oder in Fragen der Lebenshilfe, der Pflege sowie des Tier- und Umweltschutzes. Respekt dafür.

Arbeitsbereiche des studentischen Engagements in Deutschland

Arbeitsbereich Häufigkeit in %
Lebenshilfe, Pflege 36%
Studentische Selbstverwaltung 26%
Umweltorganisation, Tierschutz 25%
Politisches Engagement 16%
Kirche 14%
Sportvereine 12%
Kinder, Jugendhilfe 11%
© Studitemps GMBH / MAASTRICHT UNIVERSITY


Fazit von Studitemps: Und so weit das Spektrum inhaltlich auch sein mag, so simpel lauten in der Mehrzahl die Motive: Anderen helfen – und gemeinschaftliches Erleben. Punkt. Das jedenfalls sagen fast zwei Drittel der ehrenamtlich tätigen Studenten. Daher die Frage: Hat die Zusammenarbeit zwischen den Behörden/Organisationen in Hamburg und Studitemps das Zeug zur überregionalen Patentlösung? „Wir haben in Hamburg jedenfalls eine Menge Erfahrung sammeln können und stehen bereit – selbstredend“, fasst Benjamin Roos, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens zusammen. Kann es derzeit genug helfende Hände geben? Nein!

Weitere Informationen zu unserem Engagement in Hamburg können Sie unserer Case Study entnehmen.