STUDENTEN ALS BILDUNGSASSISTENTEN




„STUDIS helfen“ vermittelt engagierte Studenten als ehrenamtliche Bildungsassistenten an das „Haus Bröltal“. Die Kooperation eröffnet dem Bildungsträger für Menschen mit Behinderung ungeahnte personelle Perspektiven. Seit Anfang September arbeitet „STUDIS helfen“ nun mit der Lebenshilfe NRW gGmbH zusammen. Inzwischen haben fünf unserer Studenten die Organisation als Bildungsassistenten bei Seminaren unterstützt, mehr als sich die Bildungsreferentin Kathrin Wegmann in so kurzer Zeit erhofft hatte: „Wir arbeiten in erster Linie mit den Menschen – und nicht für sie, umso mehr sind wir natürlich angewiesen auf das ehrenamtliche Engagement qualifizierter Helfer.“
Innerhalb von einer Woche fand sich der erste studentische Ehrenamtler: Marius. „Seine Vita hat uns auf Anhieb gefallen,er bringt als angehender Sonderpädagoge und aktiver Fußballer das notwendige Fachwissen mit – für uns ein Idealfall“, so Frau Wegmann.

Projektbericht


Ruppichteroth, 11.09.2012: Der Himmel ist grau an diesem Dienstagmorgen. Doch auch der vom Regen glitschige
Kunstrasen kann die gute Stimmung auf dem Platz nicht mindern. Wir sind zu Gast bei einem Fußball-Seminar des „Haus Bröltal“, der Bildungsstätte der Lebenshilfe NRW. Gespielt wird fünf gegen fünf auf dem Kleinfeld, und Assistent Marius Nieweg ist sichtlich in seinem Element. Der 24-jährige Sonderpädagogik-Student aus Köln gibt dem Spiel der Menschen mit Behinderung durch taktische Anweisungen Kontur, er motiviert. Beide Teams danken es mit vollem Einsatz.

„Ich mag die Arbeit mit behinderten Menschen sehr“, sagt Marius in der Spielpause, „hier kann ich in kürzester Zeit viel bewegen.“ Gekommen ist er zu seinem fünftägigen Engagement als ehrenamtlicher Bildungsassistent über die Initiative „STUDIS helfen“. „Auf der Webseite bin ich über die Anzeige der Lebenshilfe gestolpert, danach ging alles ganz schnell“, fasst er rückblickend zusammen. „Keine Woche später bin ich hier.“
Überrascht vom frühzeitigen Erfolg ihrer Personalsuche ist auch Kathrin Wegmann. Die 31-Jährige ist als Bildungsreferentin im Haus Bröltal verantwortlich für die Organisation der erwachsenbildnerischen Seminare. In der Regel hat jede Woche einen eigenen Themenblock, diesmal ist es Fußball, ein Reitseminar wird folgen. „Wir arbeiten in erster Linie mit den Menschen – und nicht für sie“, sagt Kathrin, „umso mehr sind wir natürlich angewiesen auf das ehrenamtliche Engagement qualifizierter Helfer.“

Bei Marius sei die Entscheidung leicht gewesen. „Seine Vita hat uns auf Anhieb gefallen, er bringt als angehender Sonderpädagoge und aktiver Fußballer das notwendige Fachwissen mit – für uns ein Idealfall.“ Wie das Gros seiner Vorgänger wird auch Marius die komplette Woche in der idyllisch gelegenen Einrichtung verbringen, um von morgens bis abends aktiv dabei zu sein. Gemeinsames Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, dazwischen das Projekt. Die Zeit vergeht wie im Flug. „Ich kann diese Referenz natürlich bestens gebrauchen“, sagt Marius und betont, dass die ihm zustehende Aufwandsentschädigung für seine Zusage nicht ausschlaggebend gewesen sei. „Mir geht es ums Engagement, um den Spaß an der Sache. Und drei ordentliche Mahlzeiten am Tag sind für einen Studenten natürlich auch nicht schlecht“, fügt er
augenzwinkernd hinzu.

Das vermeintliche Highlight der Woche steht am nächsten Tag an, eine Besichtigung der Arena auf Schalke. Kathrin, selbst glühende Anhängerin des Bundesligisten, sieht dem Ausflug gespannt entgegen. Sport, insbesondere Fußball, sei nun einmal auch im Leben behinderter Menschen von großer Bedeutung. „Daher bin ich wirklich froh, das Projekt in so kurzer Zeit personell besetzt zu haben. Marius macht das klasse“.

Auch für die nächste Seminarwoche zum Thema Pferd sei man sich über „STUDIS helfen“ bereits mit einer angehenden Tiermedizinerin aus der Region einig geworden. „Die Zusammenarbeit klappt wunderbar. Weitere personelle Unterstützung durch STUDITEMPS ist ausdrücklich erwünscht“, lautet Kathrins Zwischenfazit. „Sehr gerne“, sagen wir, denn im Haus Bröltal kann man das freiwillige Engagement von Studenten wahrlich gut gebrauchen.

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